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H1N1 Schweinegrippe - eine ernst zu nehmende Pandemie,
die uns aber nicht in Panik versetzen sollte

Die Schattenseite der globalisierten Welt wird der Menschheit auch im aktuellen Fall H1N1 Grippe der so genannten Schweinegrippe wieder einmal direkt vor Augen gehalten. Ein noch vor wenigen Monaten regionaler Fall einer Grippe-Epidemie der besonderen Art in Mexiko hat sich nun zu einer „richtigen“ Pandemie entwickelt, welche die ganze Welt beschäftigt.
Kaum ein Land ist nunmehr ohne einen Grippefall, der als „Neue Grippe“ als „Schweinegrippe“ und als „H1N1-Grippe“ bekannt wurde. Doch auch wenn es den Anschein hat, dass sich dieses Grippevirus durch die globalisierte Welt rasend schnell verbreitet, so muss zum aktuellen Zeitpunkt doch kein Mensch in Panik ausbrechen.

Die Gefahr der Schweinegrippe

Nach anfänglichen anders lautenden Vermutungen ist es derzeit wohl so dass die Schweinegrippe in ihrer derzeitigen Form nicht wesentlich aggressiver oder gefährlicher ist, als die jährlich wiederkehrende Grippe, gegen welche sich auch nur die wenigsten Menschen impfen lassen.
Hierbei ist auch zu erkennen, dass viele Menschen heutzutage die allgemeine Gefahr einer Grippe unterschätzen beziehungsweise gar nicht kennen. Zweifelsfrei verläuft das Krankheitsbild einer Grippe in den meisten Fällen relativ harmlos und nach mindestens zwei Wochen ist die Grippe auskuriert, nicht zuletzt dank moderner Medikamente und einer idealen Grundversorgung hier in Deutschland. Aber in einigen Fällen kann es auch zu Komplikationen kommen, beispielsweise zu einer grippebedingten Lungenentzündung, welche dann auch zum Tod führen kann.


Bei der Schweinegrippe scheint es sogar so zu sein, dass gerade ältere Menschen eher Antikörper gegen den Virus besitzen, als jüngere Menschen. In der Regel fallen aber natürlich gerade ältere Menschen in die Risikogruppe einer normalen Influenza, da sich eine Grippe in einem schwächeren Körper natürlich wesentlich dramatischer auswirken kann.
Gefährlich ist die Schweinegrippe dann im Endeffekt vor allem deshalb weil sie sich schon sehr schnell verbreitet und es noch keinen Impfstoff gibt der in entsprechender Menge zur Verfügung steht. Auch wenn die Sterblichkeit und Gefährlichkeit derzeit nicht schlimmer ist als bei einer jährlichen Influenza, so kann sich eine sehr starke Ausbreitung wesentlich auf den Alltag und auf das öffentliche Leben auswirken, wenn sich regional Krankheitsfälle häufen. Im Hinterkopf muss auch immer bedacht werden, dass eben eine jede Grippe gefährlich ist und es zu der genannten Komplikation im Krankheitsverlauf kommen kann. Eine weitere gefährliche Situation, welche Deutschland und der Welt eventuell noch bevorsteht, ist die gleichzeitige Verbreitung von Schweinegrippe und der jährlichen Influenzawelle im Herbst.

Landleben
Schwein -© Petr Mašek - Fotolia.com

Diese Situation besteht im Juli 2009 in Argentinien, da auf der Südhalbkugel der Jahreszeitenverlauf anders ist als in Europa oder Nordamerika. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dieser außergewöhnlichen Situation umzugehen zeigt sich dort aber bereits eine erste Entspannung der Lage, auch wenn dafür einige außergewöhnliche Maßnahmen, wie etwa die Vorverlegung der Winterferien, nötig waren.
Es zeigt aber auch, dass die Situation nach derzeitigem Stand kontrolliert werden kann und eine Panik vermeidbar sein müsste. Des Weiteren kann Deutschland und Europa natürlich von der Situation in Südamerika lernen und sich dementsprechend auf die Herbstzeit mit der alljährlichen Grippe und der Schweinegrippe vorbereiten.

Keine Panik vor der Schweinegrippe

Wohlüberlegte Vorsichtsmaßnahmen sind ohne Frage eine nützliche Maßnahme, um die Verbreitung der Schweinegrippe in Grenzen zu halten, beziehungsweise deren Ausbrechen so zu verzögern, dass es nicht zu einer Art von Zusammenbruch des öffentlichen Lebens kommt. So wäre es natürlich eine spezielle und gefährliche Situation, wenn in einer Gemeinde alle Mitglieder der Feuerwehr oder das gesamte Personal eines Krankenhauses gleichzeitig an dieser Grippe erkranken würden.
Nicht umsonst ist von Regierungsseite geplant die Angehörigen des öffentlichen Dienstes und von Polizei, Feuerwehr und sonstigen Hilfsorganisationen vorbeugend mit Schutzmaßnahmen speziell zu schützen, beispielsweise mit einer Erstimpfung oder auch der erhöhten Hygienemaßnahmen im Umgang mit anderen Menschen.

Eine falsche Panikmache ist aber unangebracht, denn mit hoher Wahrscheinlichkeit wird auch die Influenza des H1N1-Virus nicht anders verlaufen als eine gewöhnliche Influenza-Welle. Das Risiko eines totalen Zusammenbruchs durch massive Krankheitsfälle ist derzeit wohl sehr minimal. Die unveränderte Sterblichkeit der Schweinegrippe im Vergleich zur normalen Grippe dürfte jedermann insofern beruhigen, als dass eine Infektion nicht einem Todesurteil gleicht.

Ein Blick in die anderen Länder, insbesondere die ersten betroffenen Länder Mexiko und USA, zeigen, dass sich hier die Lage vorläufig wieder normalisiert hat, selbst nach der Infektion einer halben Million Menschen in New York. Das öffentliche Leben geht derzeit relativ normal weiter und eine große Zahl an Todesfällen ist ausgeblieben.
Ein gewisses Risiko einer Ansteckung im Alltag besteht zwar immer, eine übertriebene Panikmache ist also auch für jeden Einzelnen derzeit übertrieben. Natürlich ist die Ansteckungsgefahr in einer engen Diskothek sehr hoch, aber auf der anderen Seite wiederum nicht wesentlich höher als die alltägliche Fahrt in einer vollen U-Bahn.


 

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